Dr. Werner Schlummer,
Hoher Besuch an der "Bank gegen Ausgrenzung"

Es war ein unvorhergesehener Zwischenstopp. Er gestaltete sich dann aber zu einem besonderen Ereignis. Denn I.K.H. Diane Herzogin von Württemberg weilte in Schwäbisch Gmünd, um bei der Auftaktveranstaltung zu „Rendezvous in Schwäbisch Gmünd“ am 13. April 2024 nicht nur eine Tulpen-Kreation zu würdigen und bei der entsprechenden Taufe auf ihren Namen im Remspark dabei zu sein. Sie wählte auch mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern einen „Blühenden Stadtrundgang“, der vom Rokokoschlösschen aus über die Grabenallee hin zu dem von ihr geschaffenen Kunstwerk „Drache“ führte. Und dieser Weg führte am Bockstorplatz, der „Treppe ins Nichts“ und an der im vergangenen Jahr aufgestellten „Bank gegen Ausgrenzung" vorbei. Oberbürgermeister Richard Arnold gestaltete diesen Zwischenstopp, indem er wichtige Informationen zum Ort, zur jüdischen Vergangenheit und zur Bedeutung der „Treppe ins Nichts“ im Zusammenhang mit der Vertreibung und Ermordung jüdischer Mitbürger gab. Schließlich begleitete er dann Ihre Königliche Hoheit auch zur Bank. Dort angekommen erläuterte der Oberbürgermeister gemeinsam mit dem Spender der Bank, Dr. Werner Schlummer, das Besondere dieses Sitzangebotes. Dabei machten beide auch deutlich, welch’ passenden Ort die Stadt seinerzeit mit diesem Platz ausgewählt hatte. Geht es doch bei dem städtischen Projekt „Kommune Inklusiv“ immer auch um das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung und von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und aus verschiedenen Kulturen.

Und die „Bank gegen Ausgrenzung“ stellt gleichsam mit dem fehlenden Teil einer Sitzfläche symbolisch das Engagement der Stauferstadt gegen Ausgrenzung dar. Ganz im Sinne der vor fünf Jahren von der Stadt und im Gemeinderat verabschiedeten „Gmünder Charta der Gemeinsamkeiten“. Bereits seit sechs Jahren darf sich Gmünd „Kommune Inklusiv“ nennen. Denn damals hatte Aktion Mensch die Stauferstadt gemeinsam mit vier weiteren Kommunen in Deutschland für ein besonderes Projekt ausgewählt. Ziel der bundesweiten Initiative war und ist es, die Gesellschaft vor Ort inklusiver zu gestalten. Im Sinne dieses Ziels sollen alle Menschen in Städten und Gemeinden ganz selbstverständlich gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Schwäbisch Gmünd hat in den zurückliegenden Jahren gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern wichtige Schritte getan. Offiziell läuft dieses „Aktion Mensch-Projekt“ zwar in diesem Jahr aus. Dennoch werden die Stadt und engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger auch zukünftig viele Ideen und Initiativen auf den Weg bringen, das Ziel einer inklusiven Kommune zu realisieren. Dazu soll das Engagement in der Stadt auch mit einer weiteren Projektförderung durch Aktion Mensch unterstützt werden. Entsprechende Anträge werden derzeit gestellt, damit weitere konkrete Absprachen und Maßnahmen umgesetzt werden können.

Foto 1:
Umrahmt von Blumenmädchen, erläutert Oberbürgermeister Richard Arnold dem hohen Gast, I.K.H. Diane Herzogin von Württemberg, das Besondere der Bank und des Ortes am Gmünder Bockstorplatz. (Foto: W. Schlummer)

Foto 2:
Der Stifter der „Bank gegen Ausgrenzung“, Dr. Werner Schlummer, erzählt Ihrer Königlichen Hoheit, Diane Herzogin von Württemberg, warum er vor einem Jahr diese besondere Bank gespendet hat. (Foto: W. Schlummer)

Foto 3:
In einem angeregten Gespräch stellt der Stifter der „Bank gegen Ausgrenzung“, Dr. Werner Schlummer, Ihrer Königlichen Hoheit, Diane Herzogin von Württemberg, Grundgedanken des Projektes „Kommune Inklusiv“ dar. (Foto: W. Schlummer)

 

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